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Abgeltungsteuer von A - Z

Private Rentenversicherungen

Bei privaten Rentenversicherungen sind die Erträge während der Ansparphase steuerfrei und nur der Ertragsanteil in den Rentenleistungen wird besteuert.

Riester-Verträge

In der Ansparphase werden Riesert-Verträge nicht besteuert, unabhängig davon, ob die Beiträge gefördert wurden. In der Auszahlungsphase greift die nachgelagerte Besteuerung. Soweit die Leistungen auf geförderten Beiträgen beruhen erfolgt eine Erfassung der Leistung zu 100% mit dem persönlichen Steuersatz. Soweit die Leistungen nicht auf geförderten Beiträgen beruhen, richtet sich der mit dem persönlichen Steuersatz erfasste Betrag nach der Art der gewährten Leistung (bei Rentenauszahlung Ansatz mit dem Ertragsanteil; bei Kapitalauszahlung in der Regel Ansatz des Unterschiedsbetrages ggf. hälftiger Unterschiedsbetrag.

Rürup-Verträge/Basisversorgung

In der Ansparphase keine Besteuerung. In der Auszahlungsphase nachgelagerte Besteuerung. Es gilt die im Bereich der gesetzlichen Renten anzuwendende Kohortenbesteuerung. D.h., ein vom Jahr des Rentenbeginns abhängiger Teil der Rente wird mit dem persönlichen Steuersatz besteuert (im Jahr 2040 unterliegen alle dann beginnenden Renten zu 100% der nachgelagerten Besteuerung.

Sparpläne (ohne Riesterverträge)

Laufende Erträge der Sparpläne unterliegen der Abgeltungsteuer.

Veräußerungsgewinne bei Erwerb z.B. der Investmentanteile nach dem 31.12.2008 werden ebenfalls voll mit dem Abgeltungsteuersatz belastet.

Kritiken an dieser Praxis begegnet der Gesetzgeber mit dem Argument, dass es nicht objektiv überprüfbar ist, ob Steuerpflichtige Sparpläne wirklich nur zur Altervorsorge abgeschlossen hätten. Deshalb sei eine steuerliche Verschonung nur konsequent auf die Produkte anwendbar, bei denen sichergestellt ist, dass die ausschließliche Verwendung zur Altersversorge produktimmanent sein muss wie z. B. bei Riester- oder Rürup-Rente sowie bei einer private Rentenversicherung.

Termingeschäfte

Bei Vertragsschluss nach dem 31.12.2008 sind Termingeschäfte steuerpflichtig zum Abgeltungsteuersatz unabhängig von Fristen.


Verlustbescheinigung

In Form der Abgeltungsteuer sollen sämtliche Kapitaleinkünfte mit einem einheitlichen Steuersatz besteuert werden. Die Kreditinstitute behalten die Abgeltungsteuer auf Zinseinnahmen, Veräußerungsgewinne von Wertpapieren und andere Einkünfte aus Kapitalvermögen automatisch ein und führen sie ans Finanzamt ab. Im Gegenzug werden erlittene Verluste, beispielsweise aus Wertpapiergeschäften automatisch durch die Bank steuermindernd verrechnet.

Die Verlustverrechnung funktioniert jedoch nicht Banken übergreifend.

Ohne Verlustbescheinigung übernimmt die Bank den Verlust automatisch ins Folgejahr. Zur Steuerminderung existieren dann zwei Möglichkeiten:
 
1. Entweder werden die Gewinne der folgenden Jahre mit den vorgetragenen Verlusten steuermindernd jeweils bankinternen verrechnet. Der Verlustvortrag führt jedoch immer zu einem Zinsverlust.

Oder:

2. Im Folgejahr wird eine Verlustbescheinigung beantragt und der Verlust in die Steuererklärung übernommen.

Achtung: Die Frist sollten Sie nicht versäumen: Ein Antrag auf Verlustbescheinigung ist nur bis zum 15. Dezember möglich!

Zertifikate (ohne Garantiezertifikate)

Veräußerungsergebnisse unterliegen immer dann der Abgeltungssteuer, wenn die Zertifikate nach dem 31.12.2008 erworben wurden.

Achtung: Zusätzlich werden Zertifikate von der Abgeltungsbesteuerrung erfasst, wenn sie nach dem 14.03.2007 erworben und nach dem 30.06.2009 veräußert wurden.

Zinsen

Regelmäßige wiederkehrende Einnahmen wie Zinsen werden dem Jahr zugerechnet, zu dem sie wirtschaftlich gehören - unabhängig davon, für welchen Zeitraum die Zinsen gezahlt werden oder wann die Gutschrift tatsächlich vorgenommen wird.

Bei Kontokorrent-(Giro-)Konten wird die Die Kapitalertragsteuer auf die einzelnen Habenzinsbeträge erhoben. Da die Sollzinsen unberücksichtigt bleiben, fällt daher selbst bei überwiegend negativem Kontenstand Steuer an.

Berechnet die Bank jedoch für die vorzeitige Rückzahlung von Sparguthaben Vorschusszinsen, dann werden diese - im Gegensatz zur Regel bei Girokonten - mit den Habenzinsen saldiert und nur auf die Differenz wird Kapitalertragsteuer erhoben. Das gilt, wenn die Vorschuss- unter den gutgeschriebenen Habenzinsen liegen und für einen Zeitraum von maximal zweieinhalb Jahren berechnet werden.


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www.abgeltungssteuer-ab-2009.de/index.htm; letzte Aktualisierung:07.12.2012