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Abgeltungsteuer von A - Z

Aktien, Aktien-Fonds, aktienähnliche Genussrechte Dividenden

Laufende Erträge (Dividenden) von Aktien, Aktien-Fonds und aktienähnlichen Genussrechten unterliegen der Abgeltungsteuer.

Wurden Aktien, Aktien-Fondsanteile oder aktienähnliche Genussrechte vor dem 31.12.2008 erworben und länger als ein Jahr gehalten wurden, so sind Verluste aus deren Veräußerung steuerfrei.

Altverluste aus der Veräußerungen von Aktien, Aktien-Fondsanteilen oder aktienähnlichen Genussrechten sind nur mit Veräußerungsgewinnen aus Kapitalanlagen fünf Jahre lang verrechenbar. Darüber hinaus können solche Verluste zeitllich unbegrenzt nur noch mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften wie z.B. Grundstücken verrechnet werden.

Wurden die Aktien, Aktien-Fondsanteile oder aktienähnlichen Genussrechte nach dem 31.12.2008 erworben, unterliegen die Gewinne immer der Abgeltungsteuer mit dem besonderen Steuersatz von 25 %. Bei einer Beteiligung größer als 1 % wird das Teileinkünfteverfahren angewendet - d. h., 40 % des Gewinns sind steuerfrei, 60 % müssen versteuert werden.

Veräußerungsverluste für nach dem 31.12.2008 erworbene Aktien, Aktien-Fondsanteile oder aktienähnliche Genussrechte können unabhängig von der Haltedauer geltend gemacht werden. Auf eine Spekulationsfrist muss keine Rücksicht mehr genommen werden.

Erträge aus einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder aus einer Limited Liability Company (LLC) sind als Dividendenerträge zu behandeln.

Darlehen zwischen Angehörigen

Der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit drei Urteilen entschieden, dass die Anwendung des gesonderten Steuertarifs für Einkünfte aus Kapitalvermögen gemäß § 32d Abs. 1 EStG in Höhe von 25 % nicht schon deshalb nach § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG ausgeschlossen ist, weil Gläubiger und Schuldner der Kapitalerträge Angehörige i.S. des § 15 AO sind.

Der BFH hat jeweisl die Finanzgerichts-Urteile aufgehoben und entschieden, dass die Kapitalerträge der Darlehensgeber gemäß § 32d Abs. 1 EStG nach dem günstigeren Abgeltungsteuersatz besteuert werden.

Hält der Darlehensvertrag einem Fremdvergleich stand, kann nicht bereits aufgrund des Fehlens einer Besicherung oder einer Regelung über eine Vorfälligkeitsentschädigung auf eine missbräuchliche Gestaltung zur Ausnutzung des Abgeltungsteuersatzes geschlossen werden. Dies gilt auch dann, wenn aufgrund des Steuersatzgefälles ein Gesamtbelastungsvorteil entsteht, da Ehe und Familie bei der Einkünfteermittlung keine Vermögensgemeinschaft begründen.

Siehe: BFH, Urteile v. 29.4.2014, VIII R 9/13, VIII R 44/13, VIII R 35/13, veröffentlicht am 20.8.2014

Depot

Für Kapitalanlagen in Depots übernimmt die depotführende Bank die Verrechnung der Gewinne und Verluste und führt für den Überschuss die Abgeltungsteuer ab. Sind die Depots auf mehrere Banken verteilt, müssen Steuerpflichtige die Verrechnung selbst übernehmen und ihre Kapitalerträge in der Steuererklärung ausweisen. Auf dieser Grundlage wird dann die endgültige Abgeltungsteuerzahllast oder -erstattung ermittelt.

Steuerbemessungsgrundlage für Veräußerungen ist gem. EStG § 20 (4) der Gewinn - also Unterschied zwischen den Einnahmen aus dem Verkauf und den Anschaffungskosten. Teilt im Fall einer Veräußerung die inländische Bank bei einem Depotübertrag ab 2009 die Anschaffungskosten mit, ist auch beim neuen Institut die Kursdifferenz abzüglich Transaktionskosten maßgebend. Sitzt die ehemalige depotführende Bank in einem EU-, EWR-Staat oder Drittland mit Anwendung der Zinsrichtlinie, kann der Kunde seiner neuen Bank die Anschaffungskosten per Bank-Bescheinigung nachweisen (allein die Kaufbelege sind unzureichend). Sind die Anschaffungskosten so nicht nachweisbar oder sitzt das übertragende Institut in einem Drittstaat ohne Anwendung der Zinsrichtlinie, gelten als Bemessungsgrundlage 30 % des Veräußerungserlöses, wenn nicht über die freiwillige Veranlagung an anderer Nachweis erbracht wird.

Festzinsanleihen

Laufende Erträge der Festzinsanleihen unterliegen ebenso der Abgeltungsteuer wie Veräußerungsergebnisse, wenn die Festzinsanleihen nach dem 31.12.2008 erworben wurden.

Finanzinnovationen

Als Finanzinnovationen gelten Zerobonds, Gleitzinsanleihen, inflationsindexierte Anleihen, Garantiezertifikate.

Die laufenden Zahlungen daraus unterliegen der Abgeltungsteuer

Bei allen Veräußerungen nach dem 31.12.2008 greift die volle Besteuerung des Gewinns zum Abgeltungsteuersatz.


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www.abgeltungssteuer-ab-2009.de/index.htm; letzte Aktualisierung:06.12.2013